Kosten einer Wohnwagen-Restaurierung

Kosten einer Wohnwagen-Restaurierung

Dein Plan steht: Du möchtest (D)einen Oldtimer-Wohnwagen restaurieren.
Ein kurzer Blick in den Geldbeutel oder auf die Überreste des zerdepperten Sparschweines lassen unweigerlich die Frage aufkommen:

„Wie hoch sind die Kosten um einen (Oldtimer-) Wohnwagen zu restaurieren?“ 

Wie Du Dir sicher denken kannst lässt sich diese Frage nicht pauschal beantworten denn die Kosten einer Restaurierung hängen von unterschiedlichen Faktoren ab. 

1. Wohnwagen-Modell

Natürlich ist das Modell Deines Oldis ein entscheidender Faktor für die Kosten der Restaurierung. Schließlich ist es ein unterschied ob Du die Außenhaut eines Knaus Schwalbennestes aufarbeitest oder die markante Außenhaut eines Airstream-Caravans. 

Es liegt auch in der Natur der Dinge, dass ein großer Wohnwagen i.d.R. mehr Material und Zeit benötigt als die Restaurierung einer kleinen Knutschkugel.

Je nach Wohnwagen-Modell ist die Beschaffung der Ersatzteile (Dichtungen, Keder, Scharniere, …) sowohl zeit- als auch kostenaufwändig (ausführlich in unserem Kapitel „Beschaffung von Ersatzteilen“ beschrieben).

 

2. Alter des Wohnwagens

Alte Wohnwagen (der 50er, 60er & 70er Jahre) bedürfen häufig einer größeren Zuwendung bei der Restaurierung als Wohnwagen der späten 70er und 80er Jahren. Dafür lassen sich viele Teile dieser Wohnwagen einfacher aufarbeiten oder ersetzen, da die verwendeten Materialien Holz & Alu gegenüber Kunststoff einfacher zu bearbeiten / reparieren sind. 

 

3. Häufigkeit des Wohnwagens

 

Natürlich wünscht sich jeder ein möglichst seltenes Modell um ein einzigartiges Schätzchen zu besitzen.

Allerdings muss einem klar sein, dass es umso einfacher und günstiger wird einen Wohnwagen zu restaurieren je häufiger das Modell verkauft wurde (oder als Nachfolgemodell sogar noch verkauft wird).

 

4. Zustand des Wohnwagens

 

Der gesunde Menschenverstand sagt einem ja schon: bei einem Wohnwagen der noch über gültigen TÜV verfügt oder bis vor kurzem TÜV besessen hat ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Allgemeinzustand „ok“ ist.

Wohnwagen die über längeren Zeitraum vergessen in einer Scheune lagerten oder als Standwohnwagen auf dem Campingplatz ihr Dasein fristeten sollte mit wesentlich größerer Vorsicht begegnet werden: Standschäden die sich im Laufe der Jahre ergeben haben (insbesondere Bodenplatte, Bremsen, Deichsel,…) können mit erheblichen Kosten verbunden sein.

 

5. Persönliche (Vor-)Kenntnisse und Zeit

 

Nicht unerhebliche Faktoren, die sich auf die Kosten einer Restaurierung erheblich niederschlagen können, sind Deine persönlichen (Vor-)Kenntnisse sowie Ort und Zeit der Restaurierung (beides ausführlich in unserem Kapitel „Der Plan“ beschrieben).

Je mehr Arbeiten Du von professionellen externen Dienstleistern machen lassen musst, je teurer wird die Restaurierung.
Hast Du für die Durchführung Deiner Restaurierung eine Garage, Halle oder Werkstatt angemietet spielt auch der Faktor Zeit eine Rolle da jeder weitere Monat der ins Land geht zusätzliche Mietkosten zur Folge hat.


6. Persönlicher Anspruch

 

Auch von Dir hängen die Kosten ab die im Zusammenhang mit Deinem persönlichen Anspruch stehen!

Soll Dein Wohnwagen einfach irgendwie durch den TÜV kommen und bewohnbar sein kannst du dies bereits mit geringen Kosten und hohem persönlichen Einsatz realisieren.

Möchtest Du Deinen alten Wohnwagen im Sinne eines Oldtimers mit Werterhalt restaurieren und dabei Wert auf Originalität legen wird es bei den Kosten der Restaurierung erheblich teuerer.

Träumst Du davon Deinen alten Wohnwagen zum „Glamping-Mobil“ (glamouröses Camping, also mit einem Hauch von Luxus) auszubauen, sind sowohl den Möglichkeiten als auch den Kosten keine Grenzen gesetzt: Lederbezüge, Weißwandreifen, neueste Elektronik und Küchengeräte sind dabei „Standardausstattung“ die bei einem „Glamping-Mobil“ nicht fehlen dürfen.

 

7. Kostenkalkulation für die Wohnwagen-Restaurierung

 

Bevor Du mit der Restaurierung Deines Oldtimer-Wohnwagens beginnst solltest Du eine Kalkulation der zu erwartenden Kosten erstellen.
Um zu wissen, welche Kosten auf Dich zukommen benötigst Du zunächst eine Arbeitsliste.
Daraus resultierend kannst Du dann Deinen Zeitplan sowie Deinen Material– & Werkzeugplan erstellen.
Mit diesen Daten kannst Du nun eine Kalkulation erstellen indem Du die anstehenden Kosten möglichst detailliert und genau recherchierst.

 

 

 

Nimm Dir dafür Zeit!
Je detaillierter und sorgfältiger Deine Planung ist desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit von „bösen Überraschungen“. 
Gerade vermeintlich kleine Nettigkeiten summieren sich und bilden in insgesamt einen entscheidenden Kostenblock.

 

Beispiele:
* Nur die neuen Dichtungen & Kederfüllungen von „Pucki“ haben 400,–€ gekostet
* Pucki´s Radkappen schlugen mit 100,–€ zu buche. 
* Die Weißwandreifen von „Wohni“ haben 450,–€ gekostet
* usw…..

 

DER PLAN „ich restauriere meinen alten Wohnwagen“: